das team um norman badler hatte sich, für ihr system jack, anfangs mit labanotation auseinandergesetzt, man hat das allerdings
nicht konsequent weiterverfolgt - der aufwand labanotation zu
lernen, war für die forscher zu hoch. wäre damals labanotation
benutzt worden, dann würde wahrscheinlich heute bereits ein system
für choreographie existieren. labanotation hat den vorteil, das
es bereits seit 70 jahren existiert und in den jahren konsequent
weiterentwickelt wurde. bis heute sind tausende von stücken in
dieser sprache aufgezeichnet worden. labanotation ist durch seine
spalten-struktur sehr computergeeignet, durch seine visualität
einfach zu lernen, durch seine parallelität sehr übersichtlich.
deshalb ist labanotation inhalt des programms labanpad, wichtigstes medium in limelight und bei nkvsmk eine untergrundstruktur.
4. kurzbeschreibung labanpad
labanpad ist ein programm zur interaktiven erfassung von labanotation. es wird entwickelt für einen stiftbasierten kleinstcomputer
(zur zeit: apple newton), der geeignet ist zum einsatz "on location".
basis ist ein möglichst natürliches benutzerinterface. labanotation
wird handschriftlich erfaßt und mittels einer spezialisierten
handschriftenerkennung computergerecht umgesetzt. bearbeitet wird das notierte material
u.a. durch gesten wie markieren und durchstreichen. ziel ist es,
stift und papier durch ein fast ebenso einfaches zu bedienendes
- aber viel mächtigeres werkzeug zu ersetzen, das wirklich vor
ort, im ballettsaal, in der hand des choreologen, eingesetzt werden
kann.
-> mehr informationen zu labanpad
5. kurzbeschreibung limelight
limelight ist ein modulares programmpaket, das die integration
aller notwendigen komponenten für ein professionelles choreographieren
mit hilfe des computers zum ziel hat. es ist das host-programm
zu labanpad und soll ein projektorientiertes arbeiten ermöglichen. alle medien
sollen hier zu einem projekt zusammengefaßt und synchronisiert
werden können. die medien reichen vom storyboard, über musik als
sample und notation, video, bilder, bis zu animationsinformationen.
ein wichtiges instrument ist auch hier labanotation, aus der eine computeranimation generiert werden soll. sie bietet
auch eine basis für ein expertensystem für choreographie.
-> mehr informationen zu limelight
6. nkvsmk
während labanpad und limelight werkzeuge für den professionellen benutzer - den choreologen
und den choreographen sind, ist nkvsmk ein spielzeug. es soll
dem benutzer die illusion vermitteln, er könne choreographieren.
das programm soll den anwender mittels einer jeweils begrenzten
zahl von wahlmöglichkeiten innerhalb eines von einem expertensystems
für choreographie ermittelten pfades zu einer choreographie führen.
dieses programm ist gewissermaßen ein trojanisches pferd innerhalb
einer von gewalt geprägten spieleszene, das ästhetik und kreatives
schaffen an die stelle von destruktion stellt. die neuen 3-d spielkonsolen
wie sony-playstation, sega-saturn und nintendo-64 machen so ein
programm möglich.
7. nachwort
die vorarbeiten zu den projekten sind jetzt abgeschlossen. die
arbeit an limelight hat begonnen. alles in allem ist aber kaum mit einer baldigen
fertigstellung zu rechnen, da es sich um ein "high tech, high
end, no budget - projekt handelt" (falls jemand einen freundlichen
"founder" kennt der gerne ein dutzend indischer informatiker bezahlen
möchte...), aber ich brauche so ein programm (glücklicherweise
muß ich mich nicht selbst bezahlen) und es ist notwendig das ein
neuer anlauf in dieser richtung genommen wird. die zeit ist reif,
die (computer-) techniken sind da und bald auch bezahlbar.
für tips und anregungen bin ich immer dankbar, insbesondere für
hinweise auf ähnliche projekte - vielleicht kann ich mir ja die
arbeit ersparen.
8. weitere seiten zu diesen projekten
informationen zu labanpad
informationen zu limelight
informationen zu meiner handschriftenerkennung
einführung in die labanotation
link's und bücher zum thema
informationen über mich
meine heimatseite
uni - frankfurt heimatseite
(c) 1996 christian griesbeck, frankfurt/m
mail an: griesbec_AT_stud.uni-frankfurt.de